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- Found That Soul
- Ocean Spray
- Intravenous Agnostic
- So Why So Sad
- Let Robeson Sing
- The Year Of Purification
- Wattsville Blues
- Miss Europa Disco Dancer
- Dead Martyrs
- His Last Painting
- My Guernica
- The Convaleacent
- Epicentre
- Baby Elian
- Freedom Of Speech Won't Feed My Children
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Manic Street Preachers - Know Your Enemy
Die Manic Street Preachers haben ja schon einige "Evergreens" ihres Genres geschrieben. "A Design For Life" oder "Everything Must Go" gehören dazu. Und auch auf "Know Your Enemy" gibt es mindestens zwei Lieder, die bei mir diesen Status wohl erreichen werden. Sicher kann ich mir noch nicht sein, das entscheidet sich in ein, zwei Jahren. Schließlich muss sich ein guter Song erst mal setzen. Aber manches, was zwischen "Ocean Spray" und "The Convalescent" dieses Album bevölkert, muss leider als Rohrkrepierer bezeichnet werden. Naja, man muss ja seinem Ruf gerecht werden und gesellschaftskritische Lieder schreiben, was aber ein schmaler Grat ist. Man kann den Nerv der Zeit treffen, oder eben nicht, und dann wirds unerträglich. Nicht dass "Know Your Enemy" jetzt ein schlechtes Album ist, aber irgendwann hat man keine Lust mehr, sich was vorjammern zu lassen.
Musikalisch gehts sehr abwechslungsreich zu, häufig auch absichtlich "unschön", dreckig. Gehört halt dazu, wenn man Mißstände anprangern will, seiens recht aktuelle politische Themen wie "Elian" (das Kind, wegen dessen tausende Kubaner in Kuba und Exilkubaner in Amerika auf die Straße gingen) oder die Abrechnung mit der seelenlosen Popmusik unserer Tage in "Miss Europa Disco Dancer" (Textzitat: "Braindead Motherfuckers", eine Meinung die nicht ganz unberechtigt ist, zumindest der erste Teil trifft sowohl auf Interpreten wie auf die Konsumenten gut zu).
Aber mit "So Why So Sad" gibt auch ein eher fröhliches Lied auf "Know Your Enemy", bisher wohl das erste der Manics, ob auch das letzte wird die Zukunft erweisen. Wer die Manic Street Preachers nicht mag, wird sie auch mit diesem Album nicht schätzen lernen, wer sie mochte, dem wirds auch nicht verleidet, also insgesamt kein schlechtes, aber auch kein geniales Album.
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