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| Tracks 1 |
- The Glass Prison
- Blind Faith
- Misunderstood
- The Great Debate
- Disappear
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| Tracks 2 |
Six Degrees Of Inner Turbulence
- Overture
- About To Crash
- War Inside My Head
- The Test That Stumped Them All
- Goodnight Kiss
- Solitary Shell
- About To Crash (Reprise)
- Losing Time / Grand Finale
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Dream Theater - Six Degrees Of Inner Turbulence
Als ich hörte, dass Dream Theater eine neue Scheibe auf den Markt geworfen haben, kannte ich nur noch einen Gedanken: Kaufen, das Ding! Und zwar so schnell wie möglich. Denn wie keine andere Band ist Dream Theater ein Synonym für Qualität. Also, zum nächstbesten Plattenladen, 19 € hingeblättert, das gute Stück in den Discman getan und...
...und es rauscht. So wie "Scenes from a memory" endet beginnt nämlich Teil 1 von SDOIT (wie ich die Platte ab jetzt ergonomischerweise abkürzen werde). Und dann gehts ab und zwar knüppelhart. Ich saß im Bus (musste anschließend noch in die Uni) und in meinem Ohr ging bei "The Glass Prison" echt die Post ab. Und das fast 14 Minuten lang. Inklusive einer Scratcheinlage. Ich war geschockt. Dann kam mit "Blind Faith" und "Misunderstood" erstmal etwas Entspannung im Vergleich zum Opener. Die beiden Stücke machten mich am Anfang noch nicht so sehr an, wirkten aber nach und Misunderstood ist inzwischen mein Favorit auf der ersten CD. Ganz im Gegensatz dann zu "The Great Debate", einem Lied um das kontroverse Thema Stammzellenforschung (ja, Dream Theater hat ab und an schon etwas verrückte Ideen). Das war eigentlich der Song, der mir beim ersten Hören der ersten CD am besten gefiel (vom Anfang mal abgesehen, wenn sich das Lied über einzelne Interviewfetzen langsam aufbaut, das hätte ruhig etwas kürzer geraten können). Disappear schließlich lässts relativ ruhig angehen, dem Thema "Sterben" entsprechend. Ein fast würdiger Nachfolger für "The Spirit Carries On".
Inzwischen war ich auch schon in der Uni angekommen. Auf dem Heimweg wars dann Zeit für CD Nr. 2, auf der sich nur ein Song, der Titelgeber des Albums, befindet. Naja, zumindest wenn man nach dem Inhaltsverzeichnis geht. Denn zum einen ist er in acht Teile unterteilt (auf der CD einzeln anwählbar, jeder mit eigenem "Untertitel") und andererseits ist Song dafür wohl nicht mehr der passende Begriff. Man würde ja Beethovens Symphonien auch nicht mit Song bezeichnen. Und der Vergleich mit der Klassik (oder wat auch immer Ludwig van komponiert hat) ist gar nicht so weit hergeholt. Zum einen wegen des Aufbaus von SDOIT mit Overtüre, "Hauptteil", Finale sondern auch die Instrumentierung ist häufig sehr orchestral. Besagte "Overture" ist rein instrumental und rauscht im Schnelldurchgang quer durch den Rest der Platte ohne allerdings zu "Potpourri"-haft zu wirken. und dann kommen 6 Geschichten von 6 unterschiedlichen "innerlich turbulenten" Menschen. Geistesgestörte, Verrückte, Irre? Ja, aber sehr mitfühlend beschrieben. Track 7 greift dann noch mal Track 2 auf und das Losing Time/Finale bringt das Werk schließlich zum krönenden Abschluss.
Insgesamt ist die zweite CD schlüssiger als Teil eins, allerdings auch etwas "poppiger" und weniger experimentell in der Spielweise als vielmehr im prinzipiellen Aufbau. So kommt denke ich auf SDOIT jeder Progressive Rock Fan auf seine Kosten und die Ausgabe lohnt sich in jedem Fall. Definitiv eine der CDs die man sich nicht reinen Gewissens raubkopieren kann und der Grund für mich, nach einer langen Schaffenspause auf meiner Homepage wieder mal aus meiner Lethargie zu erwachen. Es kann nur ein Urteil geben:
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